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Behandlungsverlauf

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Behandlungsangebote besser greifen können, wenn Sie als Interessent Ihre Behandlung aktiv mitplanen. Wichtig ist hierbei: nicht zuviel Ungeduld! Nicht sich selbst überfordern! Aber die wieder entdeckten Fähigkeiten auch richtig einsetzen wollen! Ehrlich lern- und veränderungswillig sein! Dann klappt es besser. Für ihre Aufnahme bei uns gibt es ein paar Voraussetzungen: Sie müssen volljährig sein. Weitere Altersbeschränkungen gibt es nicht. Behandelt werden bei uns Männer, die ihre Zukunft abstinent gestalten wollen. Das wäre geklärt, was tun wir nun konkret?

Zuerst erfolgt die genaue Diagnose einer Abhängigkeitserkrankung. Und zwar umfassend mit all ihren Auswirkungen auf den Körper, die Psyche und Ihr bisheriges Leben. Danach gehen wir in der Therapieplanung mit unseren speziellen Rehabilitationsangeboten auf jede einzelne Ihrer Problemlagen ein.  Dafür stehen uns und Ihnen viele Möglichkeiten und unterschiedliche Angebote im Behandlungsverlauf zur Verfügung.

Unser übergeordnetes Behandlungsziel ist die Wiederherstellung bzw. Verbesserung ihrer Lebensfähigkeit und Ihre Wiedereingliederung in Arbeitswelt und Gesellschaft. Wir möchten, einfach gesagt, dass Sie nach der Zeit bei uns wieder vernünftig mit sich und der Umwelt klarkommen können.

Dafür braucht es eigentlich nicht viel: Die Einsicht, zur bisherigen Abhängigkeit zu stehen. Das Erlernen einer positiven abstinenten Lebensweise. Und den Aufbau der Fähigkeit, Rückfälle vermeiden zu können. Gemeint ist, dass Sie durch praktische Beispiele lernen, zukünftigen „Verlockungen“ aus dem Weg zu gehen oder damit umgehen können.

Die Dauer einer Therapie wird individuell nach den Eingangsvoraussetzungen bestimmt. Die Regelbehandlungszeit beträgt bei uns durchschnittlich 22 Wochen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei uns eine 12 Wochen dauernde integrierte Adaptionsbehandlung durchzuführen. Wenn man die Jahre bedenkt, in denen Sie „drauf waren“, ist es eigentlich nicht lang. Aber keine Panik, wir gehen nach dem Grundsatz vor: So kurz wie möglich aber so lange wie nötig. Mehr nicht! Für Behandlungswiederholer besteht grundsätzlich die Möglichkeit kurzphasiger Behandlungen. Ebenfalls ist es möglich, stationäre, teilstationäre und ambulante Therapien miteinander zu kombinieren.